By Thorsten Roelcke

Das Buch stellt die geschichtliche Entwicklung der deutschen Sprache von ihren Anfängen bis zur Gegenwart dar. Einzelne Kapitel setzen Schwerpunkte auf Laut, Schrift und Rechtschreibung, Wort- und Formbildung sowie Satzbau, Wortschatz einschließlich der Entlehnungen aus fremden Sprachen. Ausprägungen der typical- und Literatursprache werden ebenso behandelt wie Mundarten und die einzelnen Perioden der deutschen Sprachgeschichte.

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Und dennoch lassen sich in den Quellentexten der frühen Neuzeit neben der Einführung weiterer Interpunktionszeichen (wie Komma, Frage- und Ausrufezeichen seit dem 17. Jahrhundert) mindestens zwei Tendenzen zu einer Vereinheitlichung der Schreibung feststellen: Die eine besteht in der systematischen Kennzeichnung von Umlauten, die andere in der weit reichenden Einführung der Großschreibung von Substantiven. Von einer echten Normierung der Rechtschreibung kann aber erst seit dem 18. Jahrhundert die Rede sein, in dem die Schreibung zur Zeit der Aufklärung von Gelehrten wie Adelung und Gottsched nach bestimmten Prinzipien festgelegt wird und dabei breite Anerkennung findet; zu diesen Prinzipien gehören: die möglichst eindeutige Zuordnung von Lauten und Buchstaben (Lautprinzip), die insbesondere zur Abschaffung der barocken Konsonantenhäufungen führt; die Erkennbarkeit des Wortstammes bei veränderter Lautung, wonach beispielsweise Wächter nach wachen mit a und nicht mit e geschrieben wird (etymologisches Prinzip); oder die Unterscheidung von Homonymen, additionally von gleich klingenden Wörtern mit vollkommen unterschiedlichen Bedeutungen (wie etwa im Falle von wieder und wider oder von Mohr und Moor). Trotz der Normierung, die die Schreibung des Deutschen im 18. Jahrhundert erfährt, setzt sich die Diskussion um eine richtige Schreibweise im 19. Jahrhundert citadel, da gerade das etymologische und das Lautprinzip zu verschiedenen Schreibweisen führen und somit unterschiedliche Auffassungen über die Schreibrichtigkeit provozieren. Einer der prominentesten Gelehrten, die sich an dieser Diskussion beteiligen, ist sicher Jacob Grimm, der sich sehr konsequent für das etymologische Prinzip einsetzt, wonach zum Beispiel der aus dem Germanischen t-Laut entstandene s-Laut eigens durch den Buchstaben ß gekennzeichnet werden soll (was dann auf Schreibungen wie Haß und Waßer hinausläuft). Die beiden Beispiele lassen bereits deutlich werden, dass sich Grimm mit seinen Vorstellungen nicht ganz durchsetzen kann (so wird nach der sog. alten Rechtschreibung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts Haß, aber Wasser geschrieben). In einem weiteren bedeutsamen Punkt scheitern Grimms Normbestrebungen ebenfalls: Er versucht die Großschreibung der major, die sich in der frühen Neuzeit herausgebildet hat und von Gottsched zur Norm erhoben wurde, wieder abzuschaffen und durch konsequente Kleinschreibung zu ersetzen. Doch auch hier muss er sich letztlich beugen: Mit der Großschreibung der substantive bleibt durch die Orientierung an einer bestimmten Wortart ein weiteres Rechtschreibprinzip (nämlich das grammatische Prinzip) für die deutsche Rechtschreibung wirksam. Im Hinblick auf die Schriftart sind Grimms Vorstellungen indessen zum Tragen gekommen (wenn auch nicht zu seinen Lebzeiten): Anfang der 1940er Jahre wird die Frakturschrift von der noch heute üblichen Antiqua ersetzt. Trotz oder gerade wegen der Diskussion um die richtige Schreibweise im Deutschen und nicht zuletzt auch wegen der Einführung der allgemeinen Schulpflicht wird gegen Ende des 19.

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